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2019 12.03. - 02.04.
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Jutta Ditfurth: „Haltung und Widerstand. Eine epische Schlacht um Werte und Weltbilder“
Autorenlesung mit anschließendem Gespräch
Moderation: Gerlinde Sommer, stellvertretende TLZ-Chefredakteurin

Donnerstag, 12.03. - 19:30 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

Haltung und Widerstand: In ihrem neuen Buch fordert Jutta Ditfurth genau diese Tugenden ein im Kampf gegen die fortschreitende Entbürgerlichung unserer Gesellschaft. Sie hat eine klarsichtige und faktenreiche Streitschrift  vorgelegt wider die dumpfe Renaissance gefährlicher politischer Ideen, gegen Rassismus und Antisemitismus. Eine leidenschaftliche Analyse der Wurzeln der neuen Rechten, ihrer Strategien und ihrer Wirkung bis in die bürgerliche Mitte hinein. Historisch fundiert, brisant und hochaktuell. Mit kühlem Blick benennt und analysiert die Autorin, welche Kräfte am Werk sind und warum sich diese Entwicklung beschleunigen wird. Jutta Ditfurth fragt: Wer löste die Lawine aus? Wer und was begünstigt ihr Wachstum? Welche Freiheiten, welche Menschen fallen ihr zum Opfer? Und die Gegenwehr? Wem ist zu trauen, wenn der Rassismus bis weit in die bürgerliche Mitte verankert ist und wenn der Antisemitismus auch in Teilen der Linken Anhänger findet?
 
Eintritt: 10,- / 7,- / 1,- €
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Christian Meyer-Landrut: "deserta. Ich rufe dich bei deinem Namen“
Autorenlesung und Gespräch mit Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Bauhaus-Universitätsbibliothek Weimar

Freitag, 13.03. - 19:30 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

Welche Spuren Kriegserlebnisse hinterlassen, bleibt für die Nachgeborenen letztlich unbegreifbar. deserta ist der Versuch Christian Meyer-Landruts, sich seinem Vater anzunähern, zu verstehen, wie es in seiner Seele ausgesehen haben mag, als er mit 17 Jahren als Soldat an der Ostfront die Schrecken des Krieges erleben musste. Anhand von Fragmenten aus Erzählungen seines Vaters sowie Berichten von dessen Bruder hat er sich herangetastet, die Geschichten miteinander verwoben und seinen Vater direkt angesprochen, ihn bei seinem Namen gerufen. So ist deserta das Ergebnis einer sehr persönlichen Spurensuche, einer Annäherung an unbeschreibliche und unausgesprochene Erfahrungen, die bis heute nachwirken (deserta: wüst und leer) und die es zu überwinden gilt.
 
Eintritt: 10,- / 7,- / 1,- €
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WO BÜCHER DIE WELT BEDEUTEN – KOLUMBIEN, USA, INDIEN
D 2018, 78 min, R: Michael Bernstein, Anja Schürenberg
Film und anschließend Gespräch mit dem Regisseur Michael Bernstein und Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Bauhaus-Universitätsbibliothek Weimar

Sonntag, 15.03. - 19:00 Uhr
Kino mon ami, Goetheplatz 11

José Alberto Gutiérrez versorgt Bogotá und angrenzende Regionen in Kolumbien mit Büchern, die er als Müllwagenfahrer aus dem Abfall gerettet hat. Inzwischen hat er mehr als 30.000 Bücher in seiner kleinen Bibliothek im Armenviertel der Stadt zusammengetragen. Mit seiner Stiftung „Die Macht der Worte“ arbeitet er unermüdlich an seiner Vision von einem besseren Kolumbien.
Per Fahrrad kommen seit einigen Jahren in Portland Bücher zu Menschen, die auf der Straße leben. Laura Moulton will mit ihrer Initiative Obdachlosen die Möglichkeit geben, lesend ein Stück Teilhabe an der Gesellschaft zurückzubekommen.
In Durga Basti, einem Slum in der nordindischen Stadt Bhopal, öffnet die elfjährige Muskaan täglich ihre mobile Bibliothek für die Kinder des Viertels. Sie ist überzeugt, dass nur durch Bildung Kinder wie sie eine Chance in der Gesellschaft haben.
In seiner Doku-Serie Wo Bücher die Welt bedeuten, die erstmals im Oktober 2019 auf Arte gezeigt wurde, stellt der Regisseur Michael Bernstein fünf Beispiele von originellen mobilen Büchereien und nicht weniger ungewöhnlichen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren vor.
Eintritt: 6,- / 5,- / 1,- €
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Max Annas: „Morduntersuchungskommission“
Autorenlesung

Montag, 16.03. - 19:30 Uhr
Stadtbücherei Weimar, Steubenstraße 1

An einer Bahnstrecke nahe Jena wird 1983 eine entstellte Leiche gefunden. Wie ist der junge Mosambikaner zu Tode gekommen? Oberleutnant Otto Castorp von der Morduntersuchungskommission Gera sucht Zeugen und stößt auf Schweigen. Doch Indizien weisen auf ein rassistisches Verbrechen. Als sich dies nicht länger übersehen lässt, werden die Ermittlungen auf Weisung von oben eingestellt. Denn so ein Mord ist in der DDR nicht vorstellbar. Also ermittelt Otto Castorp auf eigene Faust weiter. Und wird dabei beobachtet. Ein eminent politisches Buch nach einem historischen Fall.
 
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Eintritt: 7,- / 5,- / 1,- €
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Miku Sophie Kühmel: „Kintsugi“
Autorenlesung

Dienstag, 17.03. - 19:30 Uhr
Thalia Buchhandlung, Schillerstraße 5a

Vier Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen, ein Haus am See in der Uckermark und ein Wochenende, das vieles verändern wird, dabei wollte man nur das 20jährige Bestehen der Liebe von Reik und Max feiern. Miku Sophie Kühmel blickt tief in das Seelenleben der Freunde, offenbart ein verworrenes Beziehungsgeflecht und schafft so ein großartiges Porträt des menschlichen Lebens.

Eintritt: 10,-/7,-/1,- €
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Veranstalter: Thalia Buchhandlung Weimar


 

Hegels Kritik am Nationalismus – Drei Thüringer in Berlin
Lesung von Prof. Dr. Klaus Vieweg aus: „Hegel. Der Philosoph der Freiheit“
anschließend Gespräch mit Prof. Dr. Helmut Heit, Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar

Mittwoch, 18.03. - 18:00 Uhr
Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Platz der Demokratie 4

Mit falschen Hegel-Bildern aufräumen: Das will der Philosoph Klaus Vieweg in seinem neuen Buch. Denn Hegel sei eigentlich ein Philosoph der Freiheit gewesen, betont er. Einer Freiheit, die mit Vernunft einhergeht, wie es jüngst im Deutschlandfunk Kultur hieß. Der Philosoph der Freiheit hat der Jenaer Philosophieprofessor Klaus Vieweg seine voluminöse Hegel-Biografie genannt, die anlässlich des jetzt  anstehenden 250. Geburtstags von Georg Wilhelm Friedrich Hegel jüngst veröffentlicht wurde.

in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar
Eintritt: 7,- / 5,- / 1,-€
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„Die Geschichte hat uns wieder“
von und mit Kathleen Morgeneyer und Sabine Rennefanz

Zweierlesung mit anschließendem Publikumsgespräch

Donnerstag, 19.03. - 19:30 Uhr
Stadtbücherei Weimar, Steubenstraße 1

Dreißig Jahre nach dem Mauerfall sind die Gräben tiefer als zuvor: zwischen Ost und West, Ost und Ost, oben und unten, rechts und links, Vätern und Töchtern, Müttern und Söhnen. Die Schauspielerin Kathleen Morgeneyer und die Schriftstellerin Sabine Rennefanz spüren den ostdeutschen Brüchen der vergangenen Jahrzehnte nach und untersuchen die Sprachlosigkeit, die zwischen den Generationen herrscht: Es geht um die Wende, komplizierte Familien, alte und neue Wut.

Im Anschluss an die Lesung laden wir das Publikum dazu ein, sich auszutauschen über Erinnerungen und Familiengeschichten, über Aufbrüche, Umbrüche und Neuanfänge.  Und die Frage: Wie geht es jetzt weiter  –  30 Jahre nach 1989?


In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Eintritt: 7,- / 5,- / 1,- €
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DIE AUFSEHERIN – DER FALL JOHANNA LANGEFELD
PL/D 2018, 90 min, R: Wladek Jurkow, Gerburg Rohde-Dahl
Film und Gespräch mit der Regisseurin Gerburg Rohde-Dahl und Ronald Hirte, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Freitag, 20.03. - 19:00 Uhr
Kino mon ami, Goetheplatz 11

Die Filmautoren erforschen die Geschichte von Johanna Langefeld, der SS-Oberaufseherin der größten Konzentrationslager für Frauen in Ravensbrück und Auschwitz, die in Krakau ihren Prozess erwartete und am 23. Dezember 1946 mit Hilfe ihrer ehemaligen Gefangenen aus dem Gefängnis Montelupich/Krakau flüchtete. Die Geschichte wurde geheim gehalten, um sowohl die ehemalige SS-Oberaufseherin wie auch ihre polnischen Fluchthelferinnen vor strafrechtlicher Verfolgung zu schützen. Auf der Grundlage von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeugen versuchen die beiden Filmautoren aus Polen und Deutschland, sich einer hochrangigen und überzeugten Nationalsozialistin zu nähern, die gleichzeitig das Leben von einzelnen Gefangenen gerettet hat.

Eintritt: 6,- / 5,- / 1,- €
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Eugen Ruge: „Metropol“, Einführung und Moderation: Prof. Dr. Winfried Speitkamp, Präsident der Bauhaus-Universität Weimar
Autorenlesung

Samstag, 21.03. - 19:30 Uhr
Bauhaus-Universität Weimar, Audimax, Steubenstraße 6

Moskau, 1936. Die deutsche Kommunistin Charlotte ist der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gerade noch entkommen. Im Spätsommer bricht sie mit ihrem zweiten Mann und der jungen Britin Jill auf zu einer mehrwöchigen Reise durch die neue Heimat Sowjetunion. Die Hitze ist überwältigend, Stalins Strände sind schmal und steinig und die Reisenden bald beherrscht von einer Spannung, die beinahe körperlich greifbar wird. Es verbindet sie mehr, als sich auf den ersten Blick erschließt: Sie sind Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der Komintern, wo Kommunisten aller Länder beschäftigt sind. Umso schwerer wiegt, dass unter den „Volksfeinden“, denen gerade in Moskau der Prozess gemacht wird, einer ist, den Lotte besser kennt, als ihr lieb sein kann.
Acht Jahre nach dem internationalen Erfolg von In Zeiten des abnehmenden Lichts kehrt Eugen Ruge zurück zur Geschichte seiner Familie -- in einem herausragenden zeitgeschichtlichen Roman. Metropol folgt drei Menschen auf dem schmalen Grat zwischen Überzeugung und Wissen, Loyalität und Gehorsam, Verdächtigung und Verrat. Der politische Terror der 1930er Jahre ist ungeheuerlich, aber noch mehr das, was Menschen zu glauben imstande sind. "Die wahrscheinlichen Details sind erfunden“, schreibt Eugen Ruge, „die unwahrscheinlichsten aber sind wahr.“ Und die Frau mit dem Decknamen Lotte Germaine, die am Ende jenes Sommers im berühmten Hotel Metropol einem ungewissen Schicksal entgegensieht, war seine Großmutter.
 
Eintritt: 10,-/7,-/1,-€ Stud der BUW 5 €
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SWIMMINGPOOL AM GOLAN
D 2018, 88 min, FSK o. A.,

R: Esther Zimmering

Sonntag, 22.03. - 19:00 Uhr
Kino mon ami, Goetheplatz 11

Die eine Hälfte der Familie baute sozialistische Kibbuzim auf, die andere Hälfte die DDR. Die Mitglieder der Familie Esther Zimmerings hatten ihre sozialistischen Ideale nach der Shoa nicht verloren – genau wie ihre Leben. Nach dem Mauerfall lernt Esther Zimmering nicht nur ihre unbekannten Verwandten kennen, sondern auch die Welt der Zionisten. Was ist von den gegensätzlichen Ideen ihrer Vorfahren übriggeblieben? Eine Suche nach Esthers eigener Identität und ihren Wurzeln. Der Film spannt den Bogen zwischen drei Generationen deutsch-jüdischen Lebens in Deutschland, der DDR und Israel. Anhand von Archivmaterial und Gesprächen mit Familienangehörigen deckt Esther die Geheimnisse und Ungereimtheiten der Zimmerings auf.

Eintritt: 6,- / 5,- / 1,- €
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Axel Hacke liest und erzählt

Montag, 23.03. - 20:00 Uhr
mon ami, Goetheplatz 11

Axel Hackes Lesungen sind Unikate, kein Abend ist wie der andere. Da hockt nicht einer hinter einem Tisch mit Wasserglas und Lampe und trägt aus seinem neuen Buch vor. Hacke sitzt auf einem Stuhl, redet über das Leben, erzählt von seiner Arbeit und hat alles dabei, was er im Leben geschrieben hat, na gut, eine Menge von dem – und das ist sehr viel: tausende von Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung und dazu einen Stapel von Büchern, vom Kleinen Erziehungsberater bis zur legendären Wumbaba-Trilogie über missverstandene Liedtexte, von den sehr lustigen Speisekarten Oberst von Huhns bis zu seinem Werk Über den Anstand in schwierigen Zeiten. Und natürlich geht es, sehr ausführlich sogar, um sein allerneuestes Buch: Wozu wir da sind. Walter Wemuts Handreichungen für ein gelungenes Leben, der ebenso furiose wie entspannt-heitere Monolog eines hauptberuflichen Nachruf-Autors über die großen Fragen unserer Existenz. So entsteht jeden Abend ein neues kleines Lese-Kunstwerk, in dem die hergebrachten Trennungen von ernst und unterhaltsam nichts bedeuten, weil in so einem Abend alles drin ist, das Heitere, das Philosophische und das brüllend Lustige. Man weiß nur vorher nie so genau: was? 

Karten: VVK 16,50€ unter www.monami-weimar.de/tickets und in der Eckermann Buchhandlung Weimar; AK 21 €

Veranstalter: Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar


 

Wolfgang Hegewald liest aus seinem „Lexikon des Lebens“, musikalische Einwürfe von Frieder W. Bergner
Lesung und Musik

Dienstag, 24.03. - 19:30 Uhr
Gewölbekeller der Stadtbücherei Weimar, Steubenstraße 1

Das Lexikon ist ein gerechter Beobachter. Es kennt die Tücken der Liebe ebenso wie die einer Zylinderkopfdichtung. Hier gehen das existenziell Komische, die Macht des Zufalls und das große Ganze Hand in Hand. Das Lexikon des Lebens lässt den Leser eine abenteuerliche Reise von Artikel zu Artikel antreten. In Schleifen, Sprüngen und Haarnadelkurven führt es von Klotzsche über Rom bis Barmbek-Süd, von 1652 über 1960 bis 2016, vom Landschaftsgärtner über den Theologen zum Autor. Immer wieder überschreitet und konterkariert es dabei etliche Grenzen, jene des „Zaunkönigreichs“ ebenso wie die der Vorstellungskraft oder der Zeit. Der Blick geht stets zurück und zugleich nach vorn. Das „Lexikon des Lebens“ ist epochenbefangen und universell. Eigensinnig, präzise und sarkastisch berichtet Hegewald in Gestalt alphabetischer Avatare von allen Dingen, die eine aufmerksame Betrachtung verdient haben – zumindest in diesem Leben.
 
Eintritt: 7,- / 5,- / 1,- €
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„Weihnachten in Buchenwald“
Lesung mit Wulf Kirsten und Annette Seemann

Mittwoch, 25.03. - 19:00 Uhr
Eckermann Buchhandlung Weimar, Marktstraße 2-4

Dass in Buchenwald auch gefeiert wurde, dass zu Weihnachten 1944, durch ein „Freizeitkomitee“ organisiert, eine Anzahl qualitätvoller Beiträge von illustren französischen Häftlingen, Künstlern und Intellektuellen zur Aufführung kamen, dürfte wenig bekannt sein.
Wer waren sie, die dort trotz Mangels, Auszehrung und qualvoller Verunsicherung Kulturleistungen produzierten? Wie lebten sie nach Buchenwald, was sind ihre Geschichten?
Wulf Kirsten und Annette Seemann beleuchten einige der Lebensläufe hinter der traurigen Geschichte Buchenwalds.
in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V.
Eintritt: 7,-/5,-/1,- €
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Laura Hillmann: „Ich pflanze einen Flieder für dich - auf Schindlers Liste überlebt“
aus dem Englischen von Adrian Mills
Lesung mit dem Übersetzer

Donnerstag, 26.03. - 19:00 Uhr
Eckermann Buchhandlung Weimar, Marktstraße 2-4

Im Frühjahr 1942 besucht die gebürtige Auricherin Hannelore Wolff mit ihren Freundinnen eine Schule in Berlin, als sie die furchtbare Nachricht ereilt, dass ihre Mutter und die Brüder durch die Gestapo deportiert werden sollen. Hannelore fällt die folgenschwere Entscheidung, ihre Familie auf diesem Weg zu begleiten und begibt sich nach Weimar, wo ihre Familie im sogenannten „Judenhaus“ am Brühl 6 untergebracht wurde, nachdem die alte Heimat Ostfriesland bereits „judenrein“ gemacht worden ist. Ihr Vater Martin ist zu diesem Zeitpunkt bereits auf offener Straße verhaftet worden; er wurde nach einer kurzen Haft in Buchenwald in Bernburg ermordet.

In den nächsten Jahren übersteht sie die Schrecken von insgesamt acht Arbeits- und Konzentrationslagern. Obwohl sie vom Tod und von unerträglichem Leid umgeben ist, verliebt sie sich in einen polnischen Kriegsgefangenen. Beide, Hannelore und Dick, schöpfen Hoffnung, als sie einen Platz auf Schindlers Liste ergattern. Aber die versprochene Rettung ist noch nicht besiegelt und Hannelore findet sich plötzlich allein vor den Toren von Auschwitz wieder.
Mehr als nur eine Lebenserinnerung, zeigt diese beeindruckende wie erschreckende Geschichte, wie auch in den grausamsten Zeiten Liebe und Hoffnung gegen den Hass gewinnen.


Eintritt: 7,-/5,-/1,- €
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Lyrik im Glaspavillon mit Hannes Bajohr

Freitag, 27.03. - 18:00 Uhr
Bauhaus-Universität Weimar, Limona-Gebäude, Steubenstraße 8

Wo alles Text ist, weil alles Code ist, gibt es kein Werk mehr, nur noch Halbzeug, vorgefertigtes Rohmaterial. Bilder, Filme, Töne, Wörter – im Digitalen ist alles offen dafür, wieder und weiterverarbeitet, transcodiert und prozessiert zu werden. Hannes Bajohrs Lyrikband Halbzeug beweist, dass aus recycelten Texten scharfsinnige Gedichte entstehen können. Inspiriert von der Avantgarde der Moderne, bedient er sich der Technik des 21. Jahrhunderts: Mit Hilfe von Algorithmen hat er u. a. die Romane Kafkas, Bundestagsprotokolle oder Klimaschutzberichte fragmentiert, transkribiert und neu geordnet. Seine Gedichte eröffnen so einen ganz anderen Blick auf Rezeption und Autorschaft im Zeitalter der Digitalisierung.

Eintritt: 5,- / 3,- / 1,- €
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DEUTSCHSTUNDE
D 2018, 125 min, FSK 12, R: Christian Schwochow, D: Levi Eisenblätter, Ulrich Noethen, Tobias Moretti

Samstag, 28.03. + Sonntag, 29.03. - jeweils 19:00 Uhr
Kino mon ami, Goetheplatz 11

Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Jugendliche Siggi Jepsen muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er schreibt wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen, der als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen Dorf zählte und den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben war. Während des Zweiten Weltkriegs muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen, ein Malverbot überbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Er überwacht es penibel, und Siggi, elf Jahre alt, soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich – und baut ebenfalls auf die Hilfe von Siggi. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend.


Eintritt: 6,- / 5,- / 1,- €
(28.03.) Ticket online kaufen
(29.03.) Ticket online kaufen


 

Ingeborg Gleichauf: „Poesie und Gewalt: Das Leben der Gudrun Ensslin“
Autorenlesung

Dienstag, 31.03. - 19:30 Uhr
Gewölbekeller der Stadtbücherei Weimar, Steubenstraße 1

Sie gehörte zur Führungsspitze der RAF und war zugleich eine literarisch hochgebildete Person: Gudrun Ensslin. Umfassend beschreibt die Autorin Ensslins geistige wie politische Entwicklung und zeigt, wie aus dem intellektuellen Bürgertum des Nachkriegsdeutschlands gewaltbereite Radikalisierung möglich war. Im Mittelpunkt dieser Biografie steht eine extreme Person und ihr extremer Lebensweg. Ingeborg Gleichauf räumt mit den gängigen Klischees und Vorurteilen auf, die Ensslin als Produkt eines provinziellen Pastorenhaushalts sehen. Sichtbar wird vielmehr eine vielseitig begabte Persönlichkeit der Zeitgeschichte. Souverän schildert die Autorin die Zeitumstände, die die Entwicklung einer Gewaltbereitschaft begünstigt haben. Die Autorin zeichnet alle Lebensstationen nach und widmet sich ausführlich den bisher vernachlässigten Kindheits- und Jugendjahren Ensslins. In einer besonderen Verbindung von Erzählung und Analyse gelingt es ihr, uns eine ebenso schwierige wie vielschichtige Person nahezubringen, die unsere Gesellschaft radikal verändern wollte.

Eintritt: 7,- / 5,- / 1,- €
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Alexander Osang: „Die Leben der Elena Silber“
Autorenlesung
Moderation: Johannes Steinhöfel, Eckermann Buchhandlung

Mittwoch, 01.04. - 19:00 Uhr
Eckermann Buchhandlung, Marktstraße 2-4

Russland, Anfang des 20. Jahrhunderts: In einer kleinen Provinzstadt östlich von Moskau wird der Revolutionär Viktor Krasnow hingerichtet. Wie eine gewaltige Welle erfasst die Zeit in diesem Moment Viktors Tochter Lena. Sie heiratet den deutschen Textilingenieur Robert Silber und flieht mit diesem 1936 nach Berlin, als die politische Lage in der Sowjetunion gefährlich wird. In Schlesien überleben sie den Zweiten Weltkrieg, aber dann verschwindet Robert in den Wirren der Nachkriegszeit, und Elena muss ihre vier Töchter alleine durchbringen. Sie sollen den Weg weitergehen, den Elena begonnen hat zu gehen – hinaus aus einem zu engen Leben, weg vom Unglück. Doch stimmt diese Geschichte, wie Elena sie ihrer Familie immer wieder erzählt hat?
 2017, mehr als zwanzig Jahre nach Elenas Tod, macht sich ihr Enkel, der Filmemacher Konstantin Stein, auf den Weg nach Russland. Er will die Geschichte des Jahrhunderts und seiner Familie verstehen, um sich selbst zu verstehen.

Eintritt: 10,- / 7,- / 1,- €
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Sabine Bode
"Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation"
Vortrag

Donnerstag, 02.04. - 19:30 Uhr
Thalia Buchhandlung, Schillerstraße 5a

Sabine Bode hat sich schon immer für Themen begeistert, die angeblich „niemanden interessieren“. Sie nennt sie die „stillen Themen“. Still deshalb, weil die Menschen häufig zunächst mit Verständnislosigkeit reagiert haben. Zu diesen Menschen gehören jene, die ein Erbe aus NS-Vergangenheit und Kriegszeit in sich trugen und als Nachkriegskinder und Kriegsenkel merkten, dass ihnen etwas verschwiegen wurde. Mittlerweile gelten solche „stillen Themen“ als zunehmend gesellschaftlich relevant.
Zum Abschluss der Lesarten 2020 – 75 Jahre nach Kriegsende – wird die freiberuflich als Journalistin und Buchautorin tätige Sabine Bode, Jahrgang 1947, auch über die „German Angst“ sprechen.


Eintritt: 10,- / 7,- / 1,- €
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Margit Auer: „Die Schule der Magischen Tiere – Endlich Ferien: Helene und Karajan“

Donnerstag, 19.03.
9:00 Uhr Schul- und Stadtteilbibliothek Schöndorf, Max-Reichpietsch-Straße 14
11:00 Uhr Gewölbekeller der Stadtbücherei, Steubenstr. 1

Für Kinder ab 8 Jahren

In der Schule der magischen Tiere heißt es: Endlich Ferien! Die magischen Tiere packen ihre Koffer – und das Abenteuer beginnt … Bonjour, Paris! Helene hat eine Reise zu einer Modenschau gewonnen! Nach Paris – in Kater Karajans alter Heimat! Doch dann läuft nichts wie geplant: Helene landet im Dreibettzimmer statt im Luxushotel und die anderen Mädchen sind total eingebildet. "Einfach schröcklisch", findet der magische Kater. Die zwei sind sich einig: Nix wie weg hier! Ein Glück, dass Karajan sich so gut auskennt in der Stadt ...
 

Eintritt frei


 

Katrin Bongard: „Es war die Nachtigall“

Donnerstag, 26.03., 10 Uhr
Gewölbekeller der Stadtbücherei Weimar, Steubenstr. 1

Geeignet für Mädchen und Jungen ab 13 Jahren

Eine Liebesgeschichte wie bei Romeo und Julia: Der mitreißende Jugendroman Es war die Nachtigall erzählt von der Liebe zur Natur, Tieren und einem wahrhaftigen Leben! Kurz vor den Sommerferien in Brandenburg: Als die ungleichen Teenager – Marie, Ökoaktivistin und Veganerin, und Ludwig, Erbe eines Landguts und Jäger – aufeinandertreffen, steht alles auf Sturm. Dass sie sich mögen, ist eigentlich außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit. Und dann ist es gerade die Liebe, die ihren Blick weitet. Auf einmal ist alles möglich – bis ein tragischer Unfall die beiden für immer trennt. Die Geschichte wird abwechselnd von Marie und Ludwig erzählt.
 

Eintritt frei